Beard Positivity: Liebe deinen Bart

Beard Positivity Headerbild

Beard Positivity: Liebe deinen Bart

​Eine unschöne Begleiterscheinung einer Leistungsgesellschaft ist das abwertende Gerede über Menschen, die nicht dem klassischen (Schönheits-)Ideal entsprechen. Was sich vor allem auf den Körper bezieht, findet auch häufig beim Thema Bart einen Nährboden. 

Zu kraus, lang oder zu kurz. Passt nicht zur Frisur. Bunt?!?! MIT ZÖPFEN???

Egal! Wir zeigen dir, wie du mit Beard Positivity einen neues Gefühl für deinen Bart aber auch für dich entwickelst.

Beard Positivity: “Echte Bärte” braucht der Mann!

Denn Krause Haare, Lücken im Bart oder generell schlechtes Bartwachstum sind kein Grund zur Scham. Ganz im Gegenteil: Im Sinne unseres Beard-Positivity-Mantras wollen wir die “angeblichen” Makel deines Bartes feiern. Wichtig ist nämlich nur eins: Dir muss dein Bart gefallen. Und sonst keinem. Und mal ganz davon abgesehen: Wenn du deinen Bart liebst, macht deine Ausstrahlung den Rest von ganz alleine.

Ist-Zustand: Gesellschaftliche Konvention gegen Individualität

Es gibt Dinge, die uns von klein auf eingebläut werden. Sei es durch unsere Eltern, Lehrer oder die Gesellschaft. Ein paar Beispiele gefällig? An Heiligabend in die Kirche gehen, obwohl man sonst nie geht. Oder aber den Geburtstagskuchen für andere mitbringen, obwohl man doch selbst der Beschenkte sein sollte. Und weil diese Konventionen so tief in uns verankert und automatisiert sind, hinterfragen wir sie gar nicht mehr.

Konvention nicht nur im Alltag

Aber im Alltag hört das mit den Konventionen leider nicht auf. Besonders viele gibt es, wenn es um unser Äußeres geht. Und dann wird es persönlich. Da sind zum Beispiel bestimmte Schönheitsideale, die uns von verschiedenen Seiten vorgelebt werden. Denen wollen wir dann natürlich gerne auch nacheifern. Mal bewusst aber auch mal ganz unbewusst. Fast jeder von uns hat doch zum Beispiel schon mal den Bart seiner Träume auf Instagram gesehen. Am besten Perfekt gestylt vor nebeliger Bergsee-Szenerie. Da denkt man sich doch auch schonmal, dass es schön wäre, wenn der eigene Bart auch mal machen würde was man von ihm will, oder? Was wir dabei aber oft vergessen: Diese Art der Konventionen ist der Killer unserer Individualität. Denn sich dem Schönheitsideal anzupassen heißt im Endeffekt, dass wir zu einer riesigen Masse an Einheitsbrei vermischen. Klingt traurig, oder?

Falsche Erwartungen

Ein weiterer wichtiger Punkt: Es geht bei den perfekt inszenierten Bildern oft indirekt um die Makel des Betrachters. Egal ob zu dick, zu dünn, zu lange Haare, zu kurze Haare oder eben auf den vermeintlich struppigen Bart bezogen. Durch ihren Perfektionismus sollen die Darstellungen in Social Media Begehrlichkeiten wecken und in uns allen bestimmte Erwartungshaltungen an uns selbst schaffen. Diese sehen auf Hochglanzfotografien vielleicht toll aus, aber im Alltag sind sie meist unerfüllbar. Gesellschaftlich sind sie trotzdem anerkannt und verbreiten sich immer mehr.

Aus diesem Grund hat sich die Body-Positivity-Bewegung den Kampf gegen den Körperkult auf die Fahne geschrieben. Und Selbiges wollen wir mit der Beard-Positivity-Bewegung für den Bart ins Leben rufen.

Beard Positivity: Was dahinter steht?

Steh zu dir selbst und zu deinen Makeln. Erkenne deine Stärken aber auch deine Schwächen und lerne mit ihnen zu leben — unabhängig davon, was dir die Gesellschaft diktieren will. Wir wollen eine Gegenbewegung zum überspitzten Drang nach Optimierung und dem gängigen Bart-Schönheitsideal formieren.

Beard Positivity: Glücklicher Mann zwirbelt seinen Bart
Beard Positivity heißt, dass du zu dir selbst und deinem Bart stehen kannst — egal, was andere sagen

Das soll natürlich nicht bedeuten, dass du jetzt jede Pflege über Bord wirfst und back to the roots mit einem krauseligen Vollbart durchs Leben stolzierst (außer, dass ist genau, was du willst — dann go for it!)

Perfekt unperfekt

Unser Ziel ist es, dass du verstehst, dass du nicht perfekt sein musst. Und Ebenso muss das auch dein Bart nicht sein. Frage dich selbst nach deinen Erwartungen an deinen Bart — und nicht, was dir die Gesellschaft oder Social Media als Erwartungshaltung vorgeben wollen. Es wird immer das klitzekleine Haar geben, das absteht und dich stört. Aber mal im Ernst: 99 % der Menschen wird das nicht einmal auffallen. Also: Warum machst du dir Gedanken?

Beard Positivity: Umdenken beginnt mit dir

Klar, es ist bewiesen, dass man Menschen nicht ändern kann. Den einzigen Menschen, den du verändern kannst, bist du selbst. Werde Vorreiter einer Bewegung, die vielen Bartträgern aus der Seele spricht. Sei ein Vorbild für andere in dem du deinen Bart liebst. Gib ihm die Pflege, die er braucht und schaffe deinen eigenen, individuellen Bartstyle. Lass deinen Bart einen Bart sein und genieße eine völlig neue Form der Freiheit. Denn du musst nicht an Heiligabend in die Kirche gehen, wenn du es nicht nicht willst. Und genauso wenig musst du dich nach einem (Bart-)Schönheitsideal richten, dass dir von der Gesellschaft vorgeschrieben wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.